GRÜNES LONDON

Mit den Grünanlagen in der Stadt ist es so eine Sache: die Parks und Botanischen Gärten sind wunderschön angelegt und der Londoner an sich weiß auch damit umzugehen, will heißen: wenn jemand sich nicht an die Bitte hält, durch die frisch bepflanzten Beete zu latschen, ist es unter Garantie ein Tourist und es ist sehr beruhigend, sagen zu können, daß die überwältigende Mehrheit dieser Idioten keine Deutschen sind. Was allerdings in der Stadt ansonsten fehlt, sind Bäume und Sträucher, mal ein begrünter Mittelstreifen auf einer Hauptverkehrsstraße oder Sonstiges. Dafür quellen die Parks aber geradezu über von Flora und Fauna. Der Hyde Park und Kensington Gardens, die ja zusammengehören, sowie der Green Park, der bis zum Buckingham Palace reicht, sind größtenteils Grünparks, zwar riesengroß und imposant, aber wenig Fotografierenswertes.

 

REGENT'S PARK

Der Regent's Park liegt nördlich vom Hyde Park und genau über der Marylebone Road, wo das Planetarium und Madame Tussaud's sind. Es gibt unglaublich viele Bäume hier, um die 6000 sollen es ein. Im Herzen des Regent's Park befindet sich der Inner Circle, der den Queen Mary's Rose Garden umgibt. Der Rosengarten wurde 1935 anläßlich eines Thronjubiläums George V. und Queen Mary angelegt. Wir waren leider zu früh für die Pracht, die hier entsteht, wenn die Rosen blühen, aber allein durch die Anlage zu schlendern und die vielen Frühblüher, die Namen der Rosenarten (insgesamt über 400) und den alpinen Garten zu bewundern, hat den Ausflug gelohnt.

Regent's Park
 
Queen Mary's Rose Garden

 

ROYAL BOTANICAL GARDENS OF KEW

Die Kew Gardens sind mit der Tube in etwa 30 Minuten von der Innenstadt aus zu erreichen. Innerhalb von drei Jahren hat sich der Eintrittspreis für Erwachsene um satte 2,50 Pfund erhöht, wir haben je 8,50 bezahlt. Ganz schön happig, aber - man gönnt sich ja sonst nichts. Und für Einheimische, die eine Mehrfach-, Familien- oder gar Jahreskarte nützen können, ist es überhaupt nicht mehr teuer. Im Palmenhaus und im Princess-of-Wales-Conservatory, das Lady Diana gewidmet ist, kann man sehr viele seltene Pflanzen und Bäume aus aller Welt bestaunen. Das Palmenhaus ist sehenswert: 110m lang, einer maximalen Höhe von 19m und einer Grundfläche von 2300m². Zur Befeuchtung der vorwiegend tropischen Pflanzen wurden zwei Regenwasser-Tanks angeschlossen, die ein Fassungsvermögen von je 200.000 Litern haben. Auf dem Weg durch das riesige Areal kommt man vorbei an vielen exotisch aussehenden Gebäuden und Landschaften. Einiges mehr aus Kew gibt es bei unseren Blumen-Fotos zu sehen.

Palm House The Plants and People
Exhibition House
Princess of Wales
Conservatory
King William's
Temple

Japanese Gate and
Landscape
Kew Palace Lion Gate Pagoda

 

Rhododendron Dell Bamboo Garden Alpine Garden

Alle Parks und Gärten von London haben eines gemeinsam: verfressene, mehr oder weniger zutrauliche amerikanische Eichhörnchen, die Squirrels. Im Hyde Park trafen wir eine Dame, der sich die Tiere ohne jede Scheu näherten, ja sogar an ihren Hosenbeinen kratzten, weil sie gar nicht schnell genug dazu kam, die Erdnüsse aus der Tüte zu packen. Ob sie regelmäßig hierherkomme? Ja, meinte sie, eigentlich regelmäßig jede Woche. Aber bei weitem nicht alle sind so zutraulich, manche stibitzen sich ein Nüßchen und fressen es erst in sicherer Entfernung. Aber eins haben sie alle gemeinsam: Sie wissen, daß es da, wo eine Erdnuß ist, auch noch mehr gibt.

"Unsere" Sehenswürdigkeiten von London gibts auf den Seiten:
1  2  und 3
 

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