ALL OVER LONDON

Weitere Eindrücke der Stadt, keiner bestimmten Ordnung folgend. Es gibt so viel zu sehen, daß man unmöglich ALLES aufzählen kann.

Sherlock Holmes - wenn man in die 221B Baker Street schlendert, vorbei am Elvis-Presley- und am Beatles-Fan-Shop, dann kommen einem schon so Zweifel, ob es ihn nicht DOCH gegeben hat, den berühmten Privatdetektiv aus Sir Arthur Conan Doyles Romanen. Stilecht hält vor dem Eingang zu seinem Wohnhaus ein Bobby Wache, durch ein enges Treppenhaus steigt man hinauf und findet sich in die Zeit der Pferdedroschken und Gaslaternen zurückversetzt. Die Räume sind liebevoll und bis ins kleinste Detail mit Sachen aus der Zeit von Holmes' Wirken vollgestopft, sogar Pfeife und Violine fehlen nicht. In weiteren Zimmern des Hauses sind mit Wachsfiguren bestimmte Szenen aus den Holmes-Romanen nachgestellt.
Aber nicht nur in der Baker Street treffen wir auf Holmes. In der Northumberland Street (Embankment) befindet sich das "Sherlock Holmes", eine wunderschön eingerichtete und urgemütliche Kombination aus Pub und Restaurant mit einer ganz besonderen Sehenswürdigkeit: das Arbeitszimmer aus "The Empty House" wurde komplett nachgebaut - und sämtliche Memorabilia wurden von den Nachfahren Conan Doyle's zur Verfügung gestellt.

Sherlock Holmes Museum Sherlock Holmes Museum Sherlock Holmes Pub

Die Royal Albert Hall wurde von Queen Viktoria zum Andenken an ihren Gatten Prinz Albert in Auftrag gegeben. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert findet hier jährlich die "Proms" statt, das sind Promenadenkonzerte der anderen Art. Langes Schlangestehen ist Voraussetzung. Aber auch internationale Stars geben sich hier die Klinke in die Hand. Von Cliff Richard über Paul McCartney bis hin zu Elton John (mittlerweile alle drei von der Queen geadelt) spielen hier regelmäßig vor einer ausverkauften Halle, die 5500 Zuschauer fasst. Gegenüber der Royal Albert Hall, in Kensington Gardens, befindet sich das Albert Memorial, ein weiteres Andenken an "Dear Albert", um den Königin Viktoria 40 Jahre lang trauerte. In der Mitte des prachtvollen, aber auch reichlich protzigen, Kunstwerkes sitzt ein goldener Albert unter einem Himmel, der von vier granitenen, jeweils aus einem einzigen Stein bestehenden, Säulen gehalten wird, von denen jede einzelne ca. 17 Tonnen wiegt. An den vier Ecken des Memorial sind die vier Kontinente (Afrika, Amerika, Asien und Europa) dargestellt. Außerdem gibt es Gruppen, die die Künste und Wissenschaften darstellen. Insgesamt hat das Albert Memorial 170 Figuren (inkl. Albert). Es gilt als eines der teuersten Bauwerke der Viktorianischen Zeit.

Royal Albert Hall Albert Memorial Albert Memorial
- Africa -

Wir bleiben kurz noch in Kensington Gardens, der zusammen mit dem Hyde Park eine riesige Grünanlage bildet. Die beiden Parks sind getrennt durch einen See namens "Serpentine".  In Kensington Gardens versteckt sich auch ein kleiner Sagenheld: Peter Pan, die wunderschön detailliert gearbeitete Statue des Londoner Künstlers George Frampton. Schwer zu finden - aber dennoch ein beliebtes Fotoziel für Touristen und Treffpunkt für Einheimische. "See you at the Pan" heißt nicht etwa, daß man sich bei einer gepflegten amerikanischen Fast-Food-Kette trifft... nein. Auch Londoner haben ihren Stolz. ;o)

Peter Pan Peter Pan - Detail Kensington Gardens

Die Londoner und ihre Tube. Das ist ein unüberschaubarer Wust aus halbrunden Gängen, Roll-, normalen Treppen und Unmengen von Menschen. Ständig werden Wartungsarbeiten durchgeführt, der Betrieb wird jedoch höchstens umgeleitet, niemals eingestellt. Jede Station ist einwandfrei zu erkennen, seien es nun verschiedene Fliesen oder Gemälde an den Tunnelwänden. Über 12.000 Angestellte sorgen dafür, daß 3 Millionen Personenfahrten pro Tag möglich sind. Insgesamt fahren in den Spitzenzeiten ca. 500 Züge durch 275 Stationen. Aber Vorsicht: man kann sich tatsächlich verlaufen... einmal falsch abgebogen und schwupps -schon muß man unendlich viele Treppen und Gänge wieder hinauf, um wieder unter Menschen zu kommen. Besonders verzwickt: die zusammengelegte Station Bank/Monument. Bei Wartungsarbeiten wird der Fahrgaststrom auf eine andere Abfahrtsplattform umgeleitet und da kann es schon einmal vorkommen, daß man zwischen 5 und 10 Minuten unterwegs ist. Aber am wichtigsten überhaupt ist Folgendes: Mind the Gap!

Hyde Park Corner Westminster Marble Arch
Baker Street Seven Sisters Finsbury Park

Die Royal Courts of Justice befinden sich im Stadtteil Covent Garden. Entlang der Straßen Strand / Fleet Street ziehen sich die türmchengekrönten Gebäude, wunderschön anzusehen mit den vielen Giebeln. Ganz in der Nähe befinden sich die Temple Church und die Inner Temple Gardens, eine tolle Anlage, die zum Spazierengehen und mit Blick auf die Themse und das London Eye zum Entspannen einlädt.

 
Royal Courts of Justice Inner Temple  Gardens Panorama
Temple Church
 

Den Piccadilly Circus hatte ich bisher nur tagsüber gesehen und war ziemlich enttäuscht. Irgendwie stimmten die Größenverhältnisse nicht - der Platz erschien winzig. Nun, bei Nacht ist er vielleicht immer noch nicht wirklich größer, aber es geht eine Faszination davon aus, die unbeschreiblich ist. Menschen stehen dichtgedrängt und bewundern die weltberühmte Leuchtreklame und die angestrahlte Front des Kaufhauses "Lillywhites". Der Strom von Bussen und Taxis reißt nicht ab - ich schätze, man muß es einfach erlebt haben. Nicht weit vom Piccadilly Circus entfernt, im Herzen des Stadtteils Soho, liegt das ebenfalls weltberühmte Chinatown. Auch hier ist nicht die Größe entscheidend, denn es ist nur ein halber Straßenzug. Aber auf diesen wenigen Metern reiht sich ein Freßtempel an den nächsten. In dem Restaurant, das wir uns ausgesucht hatte, war das Essen hervorragend und ausgesprochen günstig.   Soho ist außerdem das Viertel der Bühnen und Theater.

Piccadilly Circus Piccadilly Circus Lillywhites
Soho / Chinatown Chinatown Dominion Theatre

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