TALSPERRE PÖHL

Die Talsperre wird auch liebevoll das "Vogtländische Meer genannt". Sie wurde 1958 bis 1964 erbaut und wird vom Bach Trieb gespeist. Das Gebiet rings um die Talsperre Pöhl ist das wichtigste Naherholungsgebiet im Vogtland. Die Talsperre und ihre Umgebung mit einer Größe von 2300 ha stehen seit 1962 unter Landschaftsschutz. Neben einer reichhaltigen Pflanzenwelt sind hier zahlreiche, für die Gegend bisher nicht typische Vogelarten (vor allem Wasser- und Strandvögel) anzutreffen. Die Fischfauna besteht u.a. aus Karpfen, Schlei, Flußbarsch, Zander, Hecht und Flußaal. Im rückwärtigen Teil der Talsperre besteht eine Aufzucht für Regenbogenforellen.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Talsperre bestand von ihrer Errichtung bis in die achtziger Jahre in der Bereitstellung von Brauchwasser für die mitteldeutsche Industrie. Mit Hilfe der Talsperre konnten auch in regenarmen Zeiten pro Tag rund 350000 m³ Wasser über die Trieb an die Weiße Elster abgegeben werden. Mit dem Wegfall der ressourcenintensiven Produktionsstandorte in Mitteldeutschland wurde die Talsperre nicht mehr als Brauchwasserlieferant großen Ausmaßes benötigt. Neben ihrem touristischen Wert besteht die wirtschaftliche Funktion der Talsperre heute im Hochwasserschutz sowie in geringem Maße in der Stromerzeugung.

Technisches: Der Inhalt der Talsperre beträgt bei Vollstau einschließlich der beiden Vorsperren 63,43 Mill. m³ bei einer überstauten Fläche von 425,2 ha. Der Stausee mißt ohne Vorsperren 5,8 km Länge, seine Uferlinie beträgt 25 km. Das Einzugsgebiet beträgt 160 km² des mittleren und oberen Vogtlandes. Bei Vollstau füllt sich das Becken in 1¼ Jahr (bei 1,58m³/s Zufluß).

Talsperre
Pöhl
Staumauer
Talsperre Pöhl
Talsperre 
Pöhl
Talsperre 
Pöhl
Panoramaaufnahme
Talsperre Pöhl

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